Informationen
Herzinfarkt, Ursache, Entstehung, Begleiterkrankungen,
Diagnose, Therapie
Ein Blick auf das Herz
Das Herz ist eine faustgroße leistungsfähige Muskelpumpe. Das sauerstoffarme
Blut wird über die großen Venen durch das rechte Herz in die Lunge
transportiert, wo das Blut mit Sauerstoff angereichert wird und durch das linke
Herz, über die großen Arterien, in den Körperkreislauf ausgeworfen
wird.
Das Herz selbst wird über die Koronarien (Herzkranzgefäße)
mit Blut versorgt.
– die rechte Koronararterie, Hinterwandarterie (RCA)
– die linke Koronararterie (LCA), diese teilt sich in
• Vorderwandarterie (LAD) und
• Seitenwandarterie (CX)

Herzinfarkt (Myocardinfarkt)
Der Herzinfarkt ist akuter (plötzlicher) Gewebsuntergang (Absterben von
Herzmuskelzellen = Nekrose) infolge einer anhaltenden Ischämie (Mangeldurchblutung).
In der schweren Manifestation einer Koronaren Herzerkrankung (KHK) kommt es
durch arteriosklerotische Prozesse zum Verschluss eines Herzkranzgefäßes.
Durch den Verschluss eines der Herzkranzgefäße kann das dahinterliegende
Gebiet nicht mehr mit Blut und damit auch nicht mehr mit Sauerstoff versorgt
werden.
Nach 20 – 30 Minuten beginnen die Herzmuskelzellen abzusterben.
Nach 3 – 6 Stunden hat sich eine irreversible (nicht rückgängig zu
machende) Nekrose ausgebildet.

Wie kommt es zu einem Herzinfarkt?
Die Grunderkrankung ist die Koronare Herzerkrankung (KHK).
Hier herrscht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot
im Herzmuskel, was zu einer Minderversorgung des Herzens (Myokardischämie)
führt, die sich häufig als Angina pectoris Beschwerden äußert.
Bei einer länger anhaltenden Ischämie kommt es zum Herzinfarkt.
Ursache der Koronaren Herzkrankheit (KHK)
Die Manifestation der Arteriosklerose (Arterienverkalkung) an den Herzkranzgefäßen
(Koronarien) zeigt sich in der Koronaren Herzkrankheit (KHK).
Bei der Arteriosklerose handelt es sich um eine Schädigung der Wandinnenseite
(Intima) der Arterien. Hier kommt es zu einer Ansammlung verschiedener Blutzellen
und Lipiden (Fette). Dort beginnen die Zellen zu wuchern, einige sterben ab,
es bilden sich Verkalkungen und sogenannte Plaques. Beim Einreißen solcher
Plaques bilden sich
wiederum Thromben (Blutgerinnsel). Kurzum, in dem betroffenen Gefäß
wieder es immer enger und enger. Diese Einengung, auch Stenose genannt, führt
dazu, dass das nachfolgende Gebiet nicht mehr ausreichend mit Blut und damit
auch Sauerstoff versorgt werden kann. Dieser Vorgang äußert sich
bei den meisten Patienten als Angina pectoris.

Angina pectoris
Angina pectoris ist das Leitsymptom der KHK. Es handelt sich um Sekunden bis
Minuten anhaltende, meist dumpf drückende Schmerzen im Brustkorb, die mit
Beklemmung und Engegefühl einhergehen. Dieser Zustand wird von vielen Patienten
als sehr bedrohlich empfunden und oft als Todesangst beschrieben.
Die Schmerzen können in Arme, Rücken, Oberbauch und Kiefer ausstrahlen.

Mögliche Auslöser:
• körperliche oder psychische Belastung
• schwere Mahlzeiten
• Kälte
Man unterscheidet:
– stabile Angina pectoris
• Beschwerden unter Belastung
• Besserung in Ruhe
• Besserung nach Nitro-Spray-Gabe
– Instabile Angina pectoris
• Beschwerden auch in Ruhe
• Keine zufriedenstellende Besserung nach Medikamenteneinnahme (Nitro-Spray)
Eine instabile Angina pectoris bedeutet immer
Herzinfarktgefahr!
Nicht zögern! Notarzt
rufen!
112
Diagnose der Koronaren Herzkrankheit (KHK)
Je früher eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder bestehende Risikofaktoren
erkannt werden, desto besser sind die Erfolgsausichten einer Therapie.
Bei ersten Anzeichen, die auf eine Herzerkrankung deuten könnten oder auch
bei einer Routinevorsorgeuntersuchung steht dem behandelnden Arzt eine ganze
Palette verschiedenster diagnostischer Maßnahmen zur Verfügung.
Damit Sie eine Vorstellung von dem bekommen, was Sie beim Arzt erwartet oder
nach was Sie im speziellen fragen können, hier eine kleine Übersicht
der bekanntesten, gängigsten bis hin zu neueren Diagnoseverfahren.
Anamnese
Die Anamnese (griech. Erinnerung) bezeichnet die im Gespräch ermittelte
Vorgeschichte des Patienten und steht immer zu Beginn jedweder Diagnostik.
Nur im eingehenden Gespräch zwischen Arzt und Patient können eventuell
vorliegende Risikofaktoren erkannt werden und es gibt zusätzlich die Möglichkeit
eine Vertrauensbasis für die weitere Zusammenarbeit zu schaffen.
Im Anschluss an die Anamnese folgt üblicherweise die körperliche Untersuchung:
Inspektion
– Hiermit ist das augenscheinliche Betrachten des Patienten gemeint z.B.:
o Wie bewegt sich der Patient
o Atmet der Patient normal oder ist er kurzatmig
o Wie ist die Hautfarbe (Blass, rot, bläulich…)
o Wirkt er aufgedunsen, Zeichen auf Ödeme (Wassereinlagerungen)
Palpation
– Die Palpation ist eine Tastuntersuchung, z.B.:
o Wie fühlt sich die Haut an (gespannt, ausgetrocknet, schweißig,
kalt, heiß…)
o Puls wird getastet
o ggf. das Abtasten innerer Organe (z.B. Leber)
Perkussion
– Die Perkussion ist eine Klopfuntersuchung
o Durch Abklopfen von Brust- und Bauchbereich kann der erfahrene Arzt Rückschlüsse
über Organgrenzen, wie Herz oder Leber ziehen oder Hinweise für Lungenerkrankungen
erhalten.
Auskultation
– Die Auskultation meint das Abhören des Patienten mittels eines Stethoskopes,
das zur Schallverstärkung dient z.B.
o Herzgeräusche (als Hinweis auf eine Herzklappenerkrankung oder einen
Shunt (Verbindung zwischen den beiden Herzhälften))
o Lungengeräusche
o Strömungsgeräusche in den großen Gefäßen (als Hinweis
auf eine Stenose (Verengung))
Blutdruckmessung
Da ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie) entscheidend an dem Entstehen einer
Koronaren Herzkrankheit (KHK) beteiligt ist, gehört diese Untersuchung
selbstverständlich zu einer Diagnoseermittlung.
Mittels einer Blutdruckmanschette, die am Oberarm erst aufgepumpt und dann der
Druck abgelassen wird, kann man mit Hilfe eines Stethoskopes die Blutströmungsgeräusche
hören.
Auf diese Art kann man zwei Werte ermitteln:
Den systolischen Druck
o das ist der höhere Wert, der entsteht, wenn das Herz sich zusammenzieht
(Kontraktion)
Den diastolischen Druck
o das ist der niedrigere Wert, der entsteht, wenn das Herz sich zwischen zwei
Schlägen entspannt.
Um den Blutdruck anzugeben, nennt man immer zuerst den systolischen Druck,
dann durch einen Schrägstrich getrennt, den diastolischen Druck z.B.:
130/80 mmHg
(gelesen: 130 zu 80 Millimeter Hg oder Millimeter Quecksilber)
Ab einem Wert von 140/90 mmHg spricht man von erhöhtem Blutdruck.
Blutuntersuchung
Die Zusammensetzung des Blutes spiegelt den Gesundheitszustand des Körpers
wider.
Einige Blutbestandteile können über bereits bestehende Erkrankungen
Aufschluss geben oder über die Höhe des Risikos für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung
informieren.
Hier einige herzspezifische Laborparameter:
Blutfettwerte, siehe auch: Tag des Cholesterins am 15.doc
o Gesamtcholesterin, LDL, HDL
o Triglyzeride (Neutralfette)
Blutzuckerspiegel, siehe auch: Langzeitgedächtnis für
Blutzucker.doc
o Glukose im Blut
o Glukose im Urin
o HbA1c
Blutzellen
o Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
o Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
o Thrombozyten Blutplättchen
Gerinnungsfaktoren
o Quick
o PTT
Herzenzyme geben Auskunft über eine Schädigung der Herzmuskelzellen
o CK-MB (Creatinkinase)
o GOT (Glutamat-Oxalazetat-Transaminase)
o LHD (Lactatdehydrogenase)
o Troponin
Elektrokardiographie (EKG)
Ebenfalls ein wichtiges und unerlässliches Instrument in der Diagnostik
ist das EKG.
Während die Herzmuskelzellen ihrer Funktion nachkommen, senden sie zur
Informationsvermittlung untereinander schwache Ströme aus, um die Arbeit
untereinander zu koordinieren. Diese Ströme gelangen auch an die Hautoberfläche.
Das EKG zeichnet diese elektrischen Ströme mittels auf der Brust platzierter
Elektroden auf.
Ergebnis ist das Elektrokardiogramm (EKG), das in Form von geometrischen Kurven
die Erregungsleitung des Herzmuskels darstellt.
Man unterscheidet:
Das Ruhe – EKG
o auch bei Patienten mit stark verengten Herzkranzgefäßen kann sich
ein Ruhe – EKG völlig unauffällig darstellen.
o Während eines schweren Angina-Pectoris-Anfall können sich krankhafte
Veränderungen im EKG zeigen
o Ein überwundener Herzinfarkt kann sich im EKG widerspiegel

Das Langzeit – EKG
o eine Messung über 24 bis 48 Stunden zeichnet die Herzströme unter
Alltagsbelastung auf
Belastungs – EKG
o Das EKG wird aufgezeichnet während einer langsam ansteigenden körperlichen
Belastung (Laufband oder Ergometer).
o Durch den erhöhten Sauerstoffbedarf können sich krankhafte Veränderungen
im EKG zeigen


Echokardiographie/ Sonographie/Ultraschall
Viele Begriffe für ein und dieselbe Sache.
Die Echokardiographie gehört zu den verbreitesten Diagnoseverfahren von
Herzerkrankungen. Sie arbeitet mit hochfrequenten Ultraschallwellen, die die
verschiedenen Teile des Herzens (Vorderwand, Herzklappen, Hinterwand, Herzbeutel)
reflektieren.
Je nachdem, wo der Arzt den Schallkopf ansetzt, kann er das Herz, die großen
Blutgefäße und ihre Funktion aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Einige Formen der Echokardiographie:
Transthorakale Echokardiographie (TTE)
o der Ultraschallkopf wird auf den Brustkorb aufgesetzt. Die Bewegungen
der Herzwände und Herzklappen können in Echtzeit aufgenommen werden.


Farb-Doppler-Echokardiographie (FDE)
o Zeigt Geschwindigkeit und Richtung des Blutstroms. Ermöglicht Aussagen
über angeborene und erworbene Herzfehler


Transösophageale Echeokardiographie (TEE)
o ein Ultraschallkopf wird über die Speiseröhre (Ösophagus)
eingeführt
o neben Vorhöfen, Herzklappen und Aorta (Hauptschlagader) können hier
auch kleine Blutgerinnsel (Thromben) oder eine Endokarditis (Herzmuskelentzündung)
gezeigt werden.
o Bei dieser Untersuchung wird der Rachenbereich lokal betäubt und gegebenenfalls
ein Medikament zur Sedierung (Beruhigung) verabreicht.
Stress-Echokardiographie
o Dieses Echo wird unter körperlicher oder pharmakologischer
(medikamentöser) Belastung durchgeführt.
o Auf diese Art werden Durchblutungsstörungen des Herzens erkannt und lokalisiert
Diagnostische Herzkatheteruntersuchung/ Koronarangiographie
Die Herzkatheteruntersuchung gilt bis heute immer noch als die zuverlässigste
diagnostische Methode, um die Herzkranzgefäße, mit der für die
Behandlung notwenigen Präzision, sichtbar zu machen.
Hierbei wird unter Röntgendurchleuchtung ein Katheter (ein dünner,
halbsteifer, speziellgebogener Schlauch) über ein Blutgefäß
in der Leiste oder, seltener, im Arm, bis zur linken oder rechten Herzkammer
oder den Abzweigungen der Herzkranzgefäße (Koronarien) in der Hauptschlagader
(Aorta) vorgeschoben.
Da die Gefäßinnenwände keine Nerven haben, spürt der Patient
hiervon nichts.
Hier ein Einblick in ein Herzkatheterlabor während einer Koronarangiographie:

Man unterscheidet den:
Linksherzkatheter
Der Katheter wird über eine Arterie, sozusagen „rückwärts“
(retrograd), also gegen den Blutstrom, bis zur linken Herzkammer vorgeschoben.
Da es sich hier um den „Großen Kreislauf“ (Körperkreislauf)
handelt, wird der Linksherzkatheter auch sprachgebräuchlich als „Großer
Herzkatheter“ bezeichnet.
Rechtsherzkatheter
Der Katheter wird über eine Vene, also „vorwärts“ (antegrad)
mit dem Blutstrom bis zum rechten Herzvorhof geschoben. Hier handelt es sich
um den „Kleinen Kreislauf“ (Lungenkreislauf). Dementsprechend wird
der Rechtsherzkatheter auch als „Kleiner Herzkatheter“, Einschwemmkatheter
oder Pulmonalkatheter bezeichnet.
Die diagnostische Herzkatheteruntersuchung bietet ein außerordentlich
breites Spektrum an zu erlangenden Erkenntnissen:
o Größe und Ausmaße des Herzens
o Dicke des Herzmuskels
o Pumpleistung des Herzens
o Auswurf des Herzens
o Funktion, Leistung und Dichtigkeit der verschiedenen Herzklappen
o Exakte, arterielle Blutdruckmessung
o Präzise Beurteilung der Herzkranzgefäße (Koronarien)
o Beurteilung der Lungenfunktion (Rechtsherzkatheter)
o Erregerdifferenzierung anhand einer Gewebsentnahme (Biopsie) von Herzmuskelgewebe
bei Verdacht auf eine Myokarditis/Endokarditis (Herzmuskelentzündung)
Digitale Bilddarstellung einer mit Kontrastmittel gefüllten, verengten
rechten Koronararterie(RCA) und linken Koronararterie (LAD)

Eine nahezu schmerzlose Untersuchung
Sehr viele Patienten haben ausgesprochen große Angst vor einer Herzkatheteruntersuchung.
Die Vorstellung, dass ein Arzt einem bei vollem Bewusstsein Katheter bis ins
Herz vorschiebt und dort irgendwas macht regt die Phantasie ungemein an und
lässt bei den Patienten die schlimmsten Befürchtungen aufkommen.
Information ist immer noch die beste Handhabe gegen Angst.
Was auf jeden Fall zu spüren ist, ist die Punktion des Gefäßes
in der Leiste oder im Arm. Die meisten Menschen kennen eine Gefäßpunktion
zum Beispiel von einer Blutentnahme. Doch bei einem Herzkatheter wird das Punktionsareal
im Vorfeld mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Liegt dann erst mal
die Schleuse (über sie werden die Katheter vorgeschoben) gibt es an der
Untersuchung nichts mehr, was schmerzhaft wäre, da sich in den Innenwänden
der Gefäße keine Nerven befinden.
Das einzige was Patienten dann noch spüren, ist ein Hitzegefühl nach
der Kontrastmittelgabe, dass durch den ganzen Körper geht aber nur wenige
Sekunden anhält oder in vereinzelten Fällen mal kurzzeitig ein Herzstolpern.
Myokardszintigraphie
Die Szintigraphie ist eine nuklearmedizinische
Untersuchung des Herzens.
Dem Patienten wird ein Kontrastmittel mit verschiedenen schwach radioaktiven
Substanzen (z.B. Thallium) über eine Vene verabreicht. Das Kontrastmittel
gelangt mit dem Blutstrom in den Herzmuskel und reichert sich dort für
ungefähr vier Stunden an. Mit Hilfe einer Spezialkamera kann die Strahlung
sichtbar gemacht werden und Durchblutungsstörungen am Herzen, bzw. Verengungen
(Stenosen) können erkannt werden.
Die verwandten radioaktiven Substanzen haben eine sehr kurze Halbwertzeit und
sind dementsprechend schnell wieder abgebaut und vom Körper ausgeschieden.
Hier zu sehen: Ein krankhaft verändertes Myokardszintigramm einmal unter
Belastung (obere Reihe) und nach Belastung

Computertomographie/Kardio-CT
Bei der Computertomographie, kurz CT oder auch Kardio-CT bezeichnet findet
man eine Kombination aus Röntgen- und Computertechnik.
Das Kardio-CT ist eine relativ neue Untersuchungsmethode. Sie ist in der Lage
das individuelle Risiko für einen Herzinfarkt festzustellen und liefert
Informationen über den Zustand der Durchblutung des Herzens. Auf diese
Art ist es heute schon in einigen Fällen möglich auf eine minimal
invasive Herzkatheteruntersuchung verzichten zu können.
Zur Darstellung der Gefäße wird Kontrastmittel verabreicht. Die
Röntgenstrahlenbelastung ist etwa doppelt so hoch wie bei der diagnostischen
Herzkatheteruntersuchung.
Um die Belastung so gering wie möglich zu halten und trotzdem ein optimal
aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten ist die Qualität und Leistung
des Computertomographen ausschlaggebend.
Es lohnt sich auf jedem Fall im Vorfeld den behandelnden Arzt zu fragen, welches
Gerät zu Verfügung steht. Es sollte Minimum ein 16-Zeiler, besser
noch ein 32-, 48-, oder gar ein 64-Zeiler sein. Ab einer Auflösung von
48 Zeilen lassen sich unter günstigen Umständen die Herzkranzgefäße
sinnvoll und annähernd in der Qualität einer klassischen Herzkatheteruntersuchung
beurteilen. Leider wird diese Untersuchung zurzeit noch nicht von den gesetzlichen
Krankenkassen übernommen.
Kardio-CT: Darstellung der kalzifizierten (verkalkten) linken Koronararterie
(LAD)

Kernspintomografie/Magnetresonanz-Tomographie/MRT
Die Kernspin- oder Magnetresonanz-Tomographie, kurz MRT genannt gehört
ebenfalls zu den bildgebenden Verfahren.
Nur arbeitet man hier nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern
und Radiowellen. Das MRT erzeugt höchst differenzierte dreidimensionale
Darstellungen des Herzens. Neben der Herzfunktion und der Herzdurchblutung ermöglicht
das MRT auch den Zustand des Herzmuskelgewebes zu charakterisieren.
Die Kernspinuntersuchung ist völlig schmerzfrei. Nur das relativ laute
Klopfen des Gerätes kann von manchen Patienten als unangenehm empfunden
werden. Doch dafür halten die Medizinisch-technischen Assistenten einen
Gehörschutz bereit.
Patienten mit einem implantierten Herzschrittmacher oder elektronischen
Implantaten, wie Innenohrprothesen oder Insulinpumpen, dürfen sich keiner
Kernspin-Tomographie unterziehen.
Bilder u.a. mit freundlicher Genehmigung von www.theHeart.de