Herzinfarkt im Urlaubsstau
- Eingetragen am 28. August 2007 in Allgemein
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Das ganze Jahr über wird diese Zeit sehnlich erwartet! Doch
bis es zur wohlverdienten und erhofften Erholung und Entspannung kommt, müssen
mitunter sehr lange und teils beschwerliche Anreisen in Kauf genommen werden.
Der Weg zum Urlaubsparadies kann unter Umständen schon mit so viel Stress
verbunden sein, dass die Urlaubsfreuden mitunter schon enden, bevor sie eigentlich
begonnen haben.
Das Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF)
konnte in einer Studie belegen, dass Menschen, die in einem Stau stehen, ein
dreifach erhöhtes Herzinfarkt-Risiko
tragen als Personen in flüssigem Straßenverkehr. Aber auch Verzögerungen
und Wartezeiten bei einer Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie
Bus oder Bahn, können den Blutdruck bedrohlich hoch ansteigen lassen, was
auch wiederum ein erhöhtes Herzinfarktrisiko bedeutet.
Im Falle eines Herzinfarktes muss umgehend gehandelt werden
Notruf verständigen 112
Den Notruf am besten über Handy verständigen. Die Notrufnummer
112 gilt auch im europäischen Ausland und ist sogar ohne Sim-Karte zu erreichen.
Beim Stau auf der Autobahn die Warnblinkanlage anschalten.
Beruhigend auf den Patienten einwirken.
Ruhe bewahren.
Den Patienten bequem mit erhöhtem Oberkörper lagern,
da er so besser durchatmen kann.
Beengende Kleidungsstücke lockern.
Mitfahrer oder Helfer bitten, den Notarzt in Empfang zu nehmen,
damit kein Zeitverlust entsteht durch das Suchen des Autos.
Evtl. das Auto mit roten Kleidungstücken auf dem Dach kenntlich
machen, so dass auch ein Rettungshubschrauber sein Ziel schneller erkennen kann.
Gute Urlaubsplanung ist eine gute Krankenversicherung
Das Beste ist natürlich die Vermeidung von derart gefährlichem
Stress durch eine gute Urlaubsplanung! Unsere Tipps:
Legen Sie den Urlaub nicht in die Hauptferienzeit, vor allem nicht
zu Schulferienanfang oder -ende.
Starten Sie in den frühen Morgenstunden.
Planen Sie ausreichend Pausen und Zwischenstopps ein.
Eignen Sie sich schon vor dem Urlaub verschiedene Entspannungstechniken
an, die dann in auftretenden, unvermeidbaren Stresssituationen beherrscht und
angewandt werden können.
Patienten mit schon bekannter Koronarer Herzerkrankung (KHK) sollten
sich vor Antritt ihres Urlaubs noch mal von ihren Hausarzt oder Kardiologen
untersuchen lassen!
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