Weltnichtrauchertag, 31.Mai 2007
- Eingetragen am 31. Mai 2007 in Allgemein
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Seit dem 31. Mai 1987 wird alljährlich von der Weltgesundheitsorganisation
(eng. World Health Organization (WHO)) der Weltnichtrauchertag ausgerufen.
In diesem Jahr unter dem Motto:
„Rauchfrei genießen“
Neben den Forderungen nach dem gesetzlichen Schutz der Nichtraucher
wird dieser Tag weltweit für Informationsveranstaltungen genutzt und natürlich
um Raucher zum Aufhören zu motivieren.
Rauchverbot in der Gastronomie
Die Vorstellung, dass in deutschen Kneipen nicht mehr geraucht
werden darf löst hierzulande, sowohl bei Gästen, als auch bei Gastronomen,
schon fast eine Panik aus.
Werfen wir mal einen Blick in unsere Nachbarländer:
In Schottland mit seinen geradezu legendären Pubs herrscht das Rauchverbot.
Schon kurz nach Einführung des Rauchverbotes konnte hier eine erfreuliche
Nachricht verzeichnet werden. In den ersten vier bis acht Wochen kam es bei
Kellnerinnen und Kellnern zu einem Rückgang von 50% an Symptomen wie Atemwegsprobleme,
brennende Augen und Irritationen in Nase und Rachen. In dieser kurzen Zeit konnte
schon nachgewiesen werden, dass die Nikotinkonzentration sowie verschiedene
Entzündungsmarker im Blut wesentlich verringert waren und sich die Lungenfunktion
um 10% verbessert hatte. Zu diesem Resultat kommt eine Untesuchung von Professor
Daniel Menzies von der Universität in Dundee, Schottland (JAMA, 2006).
Ähnliche Studien konnten darlegen, dass nach Verhängung
des Rauchverbotes in italienischen Gaststätten das Herzinfarktrisiko messbar
gesunken sei.
Viele internationale Studien, so bemerkte Professor Mark Eisner von der medizinischen
Fakultät der University of California, San Francisco, können mittlerweile
belegen, dass die Bevölkerung ein Rauchverbot größtenteils unterstütze
und es zu keinen Umsatzeinbußen für Kneipen und Restaurants käme.

Risikofaktor Rauchen
Rauchen führt zur Alterung
und Verkalkung (Arteriosklerose) der Blutgefäße
Daraus ergeben sich die unterschiedlichsten Durchblutungsstörungen
• Schlaganfall
• „Raucherbein“
• Bronchitis
• Zungen- und Kehlkopfkrebs
• Lungenkrebs
• Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs
• Erhöhte Gerinnung des Blutes
Nikotin gehört zu den stärksten
Gefäßkrampfgiften
Inhaliertes Nikotin erreicht in nur 7 Sekunden das Zentralnervensystem und die
Gehirnflüssigkeit. (im Vergleich: in eine Vene gespritzt bräuchte
es doppelt so lange). Das führt zu:
• Blutdrucksteigerung
• Herzschlagbeschleunigung
• Überaktivität der Hormondrüse Nebennierenrinde
• Engstellung der Blutgefäße
• Steigerung der Magensäureproduktion
• Koronare Herzkrankheit (KHK)
• Bis hin zum Herzinfarkt
Wirkung des Kohlenmonoxids auf die
Gefäße
Die Giftwirkung des Kohlenmonoxids beruht auf seiner vielfach höheren Bindungsfähigkeit
an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) als Sauerstoff. Dadurch wird der
lebenswichtige Sauerstofftransport im Blut stark beeinträchtigt. Im Bestreben
dies zu kompensieren werden vermehrt Blutkörperchen gebildet und damit
kommt es zu einer „Verdickung“ des Blutes.
Radioaktive Strahlung
Tabakblätter sind stark angereichert mit Polonium-210 und dem ebenfalls
radioaktiven Blei-210. Die hierdurch verursachte gefährliche Alpha-Strahlung
summiert sich, da die Tabakasche praktisch lebenslang in der Lunge verweilt.
Warum rauchen Menschen überhaupt?
Rauchen ist unumstritten gesundheitsgefährdend, es kostet
viel Geld und Raucher sind ständig Konflikten mit Nichtrauchern ausgesetzt.
Also keinerlei Vorteile für den Raucher. Aber was bringt einen Menschen
dazu zu Rauchen oder was hält ihn davon ab es sein zu lassen?

Auch die Gene spielen eine Rolle
US-Forscher aus Pasadena haben durch Versuche an Mäusen festgestellt, dass
es eine genetisch bedingt große Variation von Proteinen für den sogenannten
Nikotin-Acetylcholin-Rezeptor gibt. Man vermutet, dass Menschen mit bestimmten
Rezeptor-Varianten empfindlicher auf Nikotin reagieren und daher leichter süchtig
werden bzw. größerer Entwöhnungsprobleme haben.
Raucher selbst geben überwiegend
folgende Gründe an:
• Rauchen ist ein Genuss (nach dem Essen, beim Bier, zum Kaffee…)
• Rauchen ist kontaktfördernd
• Rauchen ist entspannend
• Rauchen ist konzentrations- und leistungssteigernd
• Rauchen ist beruhigend
Was kann helfen beim „Aufhören“?
Eine Fotographie der eigenen Arterien steigert die Motivation
mit dem Rauchen aufzuhören deutlich.
Dr. med. Pascal Bovet vom Institut für Präventive Medizin der Universität
von Lausanne machte diese Erfahrung an einer Gruppe von Patienten, die mit dem
Rauchen aufhören wollten. Die eine Hälfte erhielte ein Beratungsgespräch
und die andere hälfte der Patienten zusätzlich eine Ultraschallaufnahme
ihrer geschädigten Arterien.
Der Erfolg der Patienten mit Foto war mehr als dreimal so hoch als der Patienten
ohne Foto.
Die hier verwendeten Bilder wurden von The
Heart zur Verfügung gestellt