Langzeitgedächtnis für Blutzucker

Die Volkskrankheit Diabetes mellitus gehört zu den Hauptrisikofaktoren der koronaren Herzkrankheit und damit des Herzinfarktes.

Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, dass die Betroffenen „gut eingestellt“ sind. Das heißt, dass sie einen möglichst ausgeglichenen Blutzuckerspiegel im Blut haben, der sich innerhalb des Normbereichs befindet.

Je nach Art und Schweregrad der Diabetes geschieht dies mittels einer speziellen Diät, einer medikamentösen Therapie, Insulingabe oder einer Kombination daraus. Die meisten Diabetiker sind sehr versiert darin sich selbst den Blutzuckerspiegel zu messen und damit den Erfolg ihrer Therapie zu kontrollieren. Ein winziger Piks in eine Fingerkuppe und schon hat man innerhalb von Sekunden, mit Hilfe eines modernen Messgerätes, seinen aktuellen Blutzuckerwert, der sich, wenn man nüchtern ist, innerhalb von 55 bis 110 mg/dl bewegen sollte.

Dieser natürlich unumstritten wichtige Kontrollwert in der Diabetestherapie ist allerdings nur eine Momentaufnahme.

Ein viel zu lange unterschätzter Wert in der Behandlung der Blutzuckerkrankheit ist der so genannte HbA1c. HbA1c, den man auch das Blutzuckerlangzeitgedächtnis bezeichnen könnte, ist einer der wichtigsten Parameter in der Diabetestherapie. Er gibt uns Auskunft über die Blutzuckergeschehnisse der letzten acht bis zehn Wochen.

Jeder Diabetiker sollte seinen Hba1c kennen und regelmäßig von seinem Hausarzt oder Diabetologen kontrollieren lassen.

Angestrebt wird ein Wert von weniger oder höchstens 6,5 %. Ein Überschreiten erhöht das Risiko eines Diabetikers einen Herzinfarkt zu erleiden signifikant. Der HbA1c kann dem kranken Menschen ein wichtiges Kontrollinstrument sein, dass ihm Sicherheit und Vertrauen in seine Therapie vermittelt. Denn Sicherheit und Vertrauen sind die Vorraussetzung auch mit einer chronischen Erkrankung, sein Leben zu genießen. Und das gehört wohl zu den wichtigsten Präventionen.